Die Stadtteilzeitung:

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Volltext

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Die Stadtteilzeitung

Doppel-Ausgabe Nr. 33 - Juli/August 2006

Zeitung für bürgerschaftliches Engagement und Stadtteilkultur

www.stadtteilzeitung-schoeneberg.de

In dieser Ausgabe:

Karin Mühlenberg S. 2

ZeitBerührungen

Idole und Ideale S. 3

Open-Air-Präsentation

Peter Rimmler (CDU) S. 4

Mitglied der BVV Kleiner Andenfußball S. 4 aus Peru PSD Bank spendet S. 5 für Kita Jeverstraße 9 KinderFilmNächte S. 6 im Kifrie Berufsorientierungs- S. 7 kurse für Frauen

Die sanfte Begegnung S. 8

mit den Riesen

Die Stadtteilzeitung S. 8 hat gelesen

Sommer auf dem S. 9

Friedenauer Markt Kandidaten zur S 10 Wahl 2006 in Berlin Elementare Erfahrung S. 11 Futurum-Kurse im NBH Menschen i. d. VHS: S. 12 Dr. F.-K. Schembeckeri

Wenn Löwen aufjaulen von Marina Naujoks

Der Löwe auf dem Bayerischen Platz Foto: Thomas Protz

Kindergruppe Schöneberg

Ihre Zeitung für Schöneberg - Friedenau - Steglitz

Richtfest im Seniorenheim St. Josef

Fußball in Schöneberg

Wildnis am Bayerischen Platz

Wieder soll hier ein fast hundert

Jahre alter Schmuckplatz vorge-stellt werden. Repräsentativ lag er bei seiner Entstehung 1907 da – zerstört nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem städtebau-lichen Leitbild der fünfziger Jahre wurde er wiederaufgebaut. Und jetzt?

Eine gute Mischung an Einzel-handelsgeschäften und Restau-rants umrandet den Platz. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sei-en folgsei-ende Angebote und Dienstleistungen – auch in den

angrenzenden Straßen – ge-nannt: Italienische und russische Spezialitäten, Optiker und Hör-geräteakustiker, Schuhreparatur und Reinigung, Tierbedarf – für Vierbeiner oder Flossenträger – ein Biofleischer, ein Blumenladen und immer wieder Essen und Trinken für den genießenden Menschen. Es gab ein kleines Tief, so zogen z. B. der Super-markt am Platz, der Wäschela-den auf der Ecke und Schuh-läden in der Grunewaldstraße aus und weg. Nachgerückt sind neue

Geschäfte und Cafés. Warum al-so al-sollte der Löwe auf dem Platz aufjaulen?

Es gab mal so etwas wie einen kleinen Brunnen mit mehreren Becken in der Grünanlage, na ja, in der Wüste ist es eben trocken, so findet man auch hier kein Wasser. Rasen? Wiese? Eher eine Mischung, durchsetzt mit Pflan-zen, die auch auf Brachflächen schnell heimisch werden. So wendet sich der Passant nach-denklich ab.

Fortsetzung Seite 3

Hoffen auf Gott und

gutes Wetter

Der graue Rohbau ist mit Tischen und Bänken liebevoll möbliert. Weiße Tücher und farbige Som-merblumen lassen die Szenerie im kühlen Schatten der Baustelle angenehm festlich erscheinen. Es wimmelt von Menschen - Herren in dunklen Anzügen, Senioren in modernen Rollstühlen, Blasmusi-ker in roten Jacken, Zimmerleute in geputzten Schuhen und Domi-nikanerinnen in strahlend weißer Ordenstracht - das Caritas-Senio-renheim St. Josef feiert Richtfest. Vor über sechzig Jahren stand auf diesem Grundstück in der

Dominicusstraße 13 das St. Nor-bert Krankenhaus. Am 21. No-vember 1943 wurde es bei ei-nem Bombenangriff zerstört und begrub unter sich 70 Patienten und Angestellte sowie 16 Or-densschwestern. Zehn Jahre spä-ter entstand im Zuge des Auf-bauprogramms des Senats von Berlin an gleicher Stelle ein Neu-bau, welcher als Altersheim und seit 1996 als Pflegeheim von dem Orden der Arenberger Do-minikanerinnen betrieben wur-de.

Fortsetzung Seite 5

Die Welt zu Haus

in Schöneberg

Beim FC Internationale führt der Fußball Menschen aus über 30 Nationen zusammen Dass die Fußballwoche über ei-nen Fußballverein schreibt, ist normal. Aber warum schreiben die Berliner Zeitung und die taz über den FC Internationale? Und warum die Frankfurter Rund-schau? Über einen Kiezverein aus Schöneberg? Was ist das für ein Verein?

Gründungsjahr war 1980 - eine Zeit des Umbruchs und des Auf-Liebe Leser und Leserinnen,

hier ist die letzte Ausgabe der Stadteilzeitung vor der Sommer-pause. Die erhenamtliche Redak-tion geht in den verdienten Ur-laub. Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben einen herrlichen und erholsamen Sommer. Für die Daheimbleibenen haben wir noch einen Ausflugstipp. Die Berliner Geschichtswerkstatt ver-anstaltet auch dieses Jahr wieder Historische Stadtrundfahrten auf dem Ausflugsdampfer "Spree-perle". Die Fahrten beginnt an prominenter Stelle: Im Regie-rungsviertel neben dem Paul-Löbe-Haus, unweit des Reichs-tags. In einer etwa dreistündigen Fahrt über Spree und Landwehr-kanal können Sie verschiedenste Aspekte der Stadt kennen lernen wie die "Wiege" Berlins oder das neue Regierungsviertel, Gründer-zeithäuser in Moabit und multi-kulturelles Leben in Kreuzberg, alte Hafenanlagen wie neue Dienstleistungspaläste. Nähere Auskünfte erhalten Sie unter 215 44 50 oder im Internet unter www.berliner-geschichtswerk-statt.de.

Von uns hören Sie wieder Anfang September mit der nächsten Aus-gabe der Stadtteilzeitung. Bis da-hin bleiben Sie uns gewogen

Die Redaktion

bruchs in der alten Bundesrepu-blik und in West-Berlin. Es gab eine alternative Szene als Gegen-modell zur etablierten Gesell-schaft. Es gab Hausbesetzungen, Bürgerinitiativen und Demos ge-gen Nachrüstung und AKWs. In Bonn wurden "Die Grünen" gegründet als alternative Partei -und in Schöneberg als alternati-ver Fußballalternati-verein der FC Interna-tionale, aus Enttäuschung über den etablierten Fußballbetrieb, in dem Geld so wichtig war.

Fortsetzung Seite 9

Pfadfinder in

Schöneberg

Der Bund Deutscher Pfadfin-derInnen (BDP) hat seit Mai 2006 eine Kindergruppe im Schöneberger Insel-Kiez. Das freut nicht nur den BDP, der damit in einem neuen Stadtbe-zirk Berlins auflebt. Noch mehr freuen sich die Kinder, die an der Gruppe teilnehmen. Einmal in der Woche findet ein regelmäßi-ges Treffen statt, bei dem ge-spielt, gebastelt und gebaut wird. Mit den unterschiedlich-sten Materialien, (mit Vorliebe aus der Natur) wird zu den ver-schiedensten Themen kreativ ge-arbeitet. Zum Beispiel werden Musikinstrumente gebaut, Hand-puppen werden gebastelt, Speck-stein wird bearbeitet und vieles mehr. Der Sommer bietet die wunderbare Möglichkeit, nach draußen zu gehen und aktiv zu sein. Dabei werden eine Band-breite von Bewegungsspielen genutzt. Sonst gibt es aber auch einen großzügigen Raum mit Küche, viel Licht und einer einla-denden Atmosphäre.

Die Gruppe lebt vor allem von den Kindern selbst, die tolle Ideen haben. Diese sollen sie selbstverständlich in die Tat um-setzen können. Dennoch stellen die verschiedenen Tätigkeiten keine Pflicht dar.

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Frau Knöttke und

das Zeitgeschehen...

Fußballfieber

Is dit bei Ihnen ooch so'n Af-fentheater zu Hause mit dem Fußball? Günter, mein Oller, hat schon 'ne Woche vorher verrückt jespielt, hat Bier-kästen anjeschleppt und Leu-te eingeladen und so weiLeu-ter, zum Eröffnungsspiel war bei uns die janze Bude voll. Ick hab'n Berg Buletten gebraten - na, die war'n ruckzuck weg, wenn ick mir nich gleich eene ausse Pfanne gefischt hätte -eene für mich und -eene für'n Wuffke - wär' keene mehr für uns übrig jeblieb'n, dit kenn' ick schon. Also eigentlich kiek ick mir ja ooch mal ab und zu janz jern 'n Fußballspiel an, kann ja janz spannend sein, aber diese Meisterschaften sind mir immer zu hektisch, und denn dit Gebrülle vonne Zuschauer - "die Mannschaft unterstützen" nenn' se dit, na ick weeß ja nich. Ick muß im-mer den Wuffke trösten, der so'ne Angst vor dem Geballere hat, je weiter unsere Mann-schaft kommt, umso schlim-mer wird es. Da müssen wir jetzt durch, Wuffke! seufzt eure Elfriede Knöttke und wünscht allen einen schö-nen Sommer!

Elfriede Knöttke

www.cdu-friedenau.de Tempelhof-Schöneberg Ortsverband Friedenau

C

CD

DU

U

Die CDU wünscht Ihnen erhol-same Sommermonate! Diskutieren Sie mit uns und mit

Nils Busch-Petersen am Di 29.8.2006 um 20 Uhr im Casino, Rathaus Schöneberg

über die Wirtschaftspolitik in Berlin

Denn: Berlin kann mehr!

Künstler im Kiez

Fortsetzung von Seite 1

Pfadfinder in

Schöneberg

Vielmehr soll die Gruppe die Möglichkeit bieten, ein Treff-punkt für die Kinder aus dem Kiez zu sein, eine kleine Insel im Alltag, wo sie Freunde wiederse-hen und Spaß haben. Der Besuch der Gruppe kostet die Kinder lediglich einen kleinen Obolus von einem Euro in der Woche. Der Bund Deutscher Pfadfinder-Innen betreut seit vielen Jahren auch in anderen Stadtteilen Ber-lins Projekte für Kinder und Ju-gendliche. Unter anderem arbei-tet er in sozial benachteiligten Randgebieten. So zum Beispiel gibt es den Abenteuerspielplatz im Märkischen Viertel oder das Integrationsprojekt in Berlin-Mit-te für behinderBerlin-Mit-te und nichtbe-hinderte junge Menschen. Darüber hinaus führt der BDP Ferienlager für Kinder und Ju-gendliche durch; in diesen Som-merferien geht es z.B. auf die Mecklenburger Seenplatte und in den Harz.

Alle Kinder zwischen 8 und 11 Jahren sind herzlich in der Kin-dergruppe Schöneberg willkom-men.

Treffpunkt ist immer Donners-tags von 16:45 Uhr bis 18:15 Uhr im Kinderladen in der Gotenstra-ße 82.

Bei Interesse können Sie unter der Telefonnummer: 8730359

mehr Informationen erhalten. Bund Deutscher PfadfinderInnen LV Berlin e.V. Kaubstraße 10 10713 Berlin Tel.: 030-8611418 lv.berlin@bdp.org www.bdp.org

Angebote für Kinder und Jugendliche:

Reise ins Reich der Hexen und Sagen

Der Bund Deutscher Pfadfin-derInnen (BDP) macht sich vom 11. August bis 18. August mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 14 Jahren in den Harz auf. Die Zeit im Reich der Hexen und Sagen soll dazu ge-nutzt werden, sich in die Höhlen der Bergwelt zu wagen, die Som-merrodelbahn hinabzudüsen und sich ins kühle Nass der Seen zu begeben. Eine Nachtwan-derung, Lagerfeuer, sportliche Aktivitäten sowie das Herstellen von Harzer Käse stehen ebenso auf dem Programm. Eine Anmel-dung ist noch möglich. Die Kosten belaufen sich auf 140 Euro. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 8611418 beim Bund Deutscher Pfadfinder. Internationale

Begegnung:

Deutsch-polnisch-weißrussi-sches Sommercamp in Mikuszewo/ Polen

Der Bund Deutscher Pfadfin-derInnen nimmt vom 15. Juli bis 28. Juli an einem trinationalen Sommercamp in Mikuszewo / Polen (in der Nähe von Poznan) teil. Die Aktivitäten werden sich um Theater, Workshops wie Lampen und Musikinstrumente bauen, Lagerzeitung entwerfen und sportliche Wettbewerbe dre-hen. Das Zeltlager wird am Fuße eines urigen Schlosses aufge-schlagen. Eine Anmeldung für 12-16-jährige ist noch möglich. Die Kosten pro Kind betragen 180 Euro. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 8 61 14 18 beim Bund Deutscher Pfad-finder in der Kaubstraße 10 in Schöneberg.

Karin Mühlenberg

-"ZeitBerührungen"

Naturabstrakte Photos sind

wie Gemälde und Moment-Photos haben Symbolcharakter So bemerkenswert, wie unsere "zufällige" Begegnung bei einer gemeinsamen ehrenamtlichen Tätigkeit war, so bemerkenswert sind auch die wunderschönen Photos der Künstlerin Karin Müh-lenberg. Sie sind es allemal wert, Ihnen, unseren Lesern, vorgestellt zu werden. Bevor Sie die drei Mo-nate währende Ausstellung be-suchen, können Sie hier mein Ge-spräch mit der Künstlerin lesen. Frau Mühlenberg, würden Sie sich unseren Lesern bitte kurz vorstellen?

Mittlerweile bin ich eine junge Frau, die 45 Lebensjahre zählt. Seit zehn Jahren lebe ich in Ber-lin, seit den vergangenen 3 Jah-ren in Steglitz. Ich habe als Diät-assistentin gearbeitet, aber auch mit Schwerstbehinderten, in der Erwachsenenbildung, als Journa-listin und als Filmemacherin. Mit den Photos, die ich seit dem ver-gangenen Jahr nun an einem dritten Ort ausstelle, ist ein Wunsch aus Kindheitstagen in Erfüllung gegangen.

Welchen Eingebungen verdan-ken Sie ihre ausdrucksstarverdan-ken Photos und - wie sind Sie dazu gekommen?

Es sind bestimmte Situationen, Lichteindrücke, Farben, Formen die mir Geschichten erzählen. Ich schaue gerne konzentriert hin und auch auf Details. Wenn Sie die Photos als ausdrucksstark be-zeichnen, was ich auch von an-deren höre, so freue ich mich über die Ähnlichkeit von Wahr-nehmungen. Ich verstehe mich in gewisser Weise auch als Überset-zerin, denn oftmals gelingt es mir etwas zu photographieren, was andere auch irgendwie se-hen, aber doch nicht wahrneh-men. Ausdrucksstärke und Schön-heit sind für mich kein Selbst-zweck - da kommt wohl die Pä-dagogin in mir durch. Insofern werde ich auch von der Photo-bildgeschichten-Sammlerin zur Photobildgeschichten-Erzählerin. Seit wann machen Sie Photos, die wie abstrakte Gemälde aus-sehen?

Nun, ich lasse mich intuitiv von dem leiten, was mir begegnet und mir auffällt. Es sind für mich oftmals Symbole mit sinnträchti-gen Aussasinnträchti-gen. Der Titel der gegenwärtigen Ausstellung ver-mittelt davon eine Ahnung: ZeitBerührungen. Zeit und Zeit-veränderung drücken sich in Symbolen wie Wurzeln, Nebel, Schatten, Wasserwellen, Gesteins-formationen und mehr aus. Ich habe das auf meiner Webseite so erklärt: "Stehen bleiben und sich

berühren lassen von dem, was ein Moment offenbart. Ob lang-jährige Wurzel oder Wellen im Wind: Entwicklung ist Bewegung ist Leben, leises oder pulsieren-des Leben. …" In dieser Pho-toausstellung gibt es eine kleine Auswahl an möglicherweise un-bedeutenden Augenblicken zu sehen, die dennoch ihren beson-deren Reiz haben und die als Symbole ganze Bände zu erzäh-len scheinen. Wobei ich nicht nur abbilde, was ich sehe. Mich reizt oft etwas, das nicht eindeutig ist, etwas, das irritierend wirkt. Das wären Spiegelungen, kleine Details. Sie sehen dann unwirk-lich, wie gemalt aus.

Wo kann man Ihre Photo-Ge-mälde sehen?

Es ist keine Galerie im ursprüng-lichen Sinn, aber ein Ort, an dem sich auch viele Künstler treffen. Meine Photos hängen auf Gän-gen und in Räumen der evange-lisch freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) in der Hauptstraße 125. Sonntags können die Pho-tos nach dem Gottesdienst zwi-schen 11.30 und 13.00 Uhr betrachtet werden. Gegebenen-falls kann dafür auch ein anderer Termin mit mir vereinbart wer-den.

Könne Sie unseren Lesern, die das Internet nutzen, eine Web-adresse mit weiteren Informa-tionen nennen?

Ja, auf meiner Webseite www.pho-to.akameo.de können Sie noch ein paar weitere Infos finden. Auch die Schöneberger Baptis-tengemeinde hat eine Webseite mit ihrem interessanten Ange-bot: http://www.efgbsh.de/ . Ich danke, Fr. Mühlenberg, für das Gespräch und hoffe, dass Sie, liebe Leser, genauso von den Fotogemälden beeindruckt sein werden, wie ich es war und immer noch nachhaltig bin.

Das Interview führte Elfie Hartmann ehrenamtliche Redakteurin „ZeitBerührungen“ Ausstellung von Karin Mühlenberg Zeitraum: 21. Mai - 27. August 2006 Öffnungszeiten:

Sonntag, 11.30-13 Uhr und nach persönlicher Vereinbarung Ort: Hauptstraße 125, zurückliegendes Gebäude, Berlin-Schöneberg Tel.: 030 - 611 47 05 eMail: photo@akameo.de www.photo.akameo.de Karin Mühlenberg Foto: David Allen Gemeinsam Natur erleben Foto: BDP

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ERHOLSAME SOMMERFERIEN WÜNSCHT IHNEN

SPD

Wildnis am

Bayerischen Platz

Wenn Löwen aufjaulen Fortsetzung von Seite 1

Der Bayerische Platz hat schon bessere Tage gesehen. Nach den Vorstellungen des Magistrats der Stadt Schöneberg unter seinem Bürgermeister Rudolph Wilde sollten die Schmuckplätze Über-gangszonen zu den luxuriösen, mit allem Komfort ihrer Zeit -damit sind die Jahre vor dem Ers-ten Weltkrieg gemeint- ausge-statteten Wohnhäusern bilden. Fritz Encke, der auch bei der Gestaltung anderer Grünanlagen in Schöneberg federführend war, wählte Pyramidenpappeln und -eichen für diesen Standort aus, Brunnen und Wasserbecken wa-ren selbstverständlich. Wegen der zahlreichen wohlha-benden jüdischen Bürger, die in den Anfangsjahren hier wohn-ten, wurde das Bayerische Viertel auch jüdische Schweiz genannt, prominentester Vertreter war Albert Einstein. An die Verfol-gung und Vertreibung der Juden erinnert ein "Flächenmahnmal": 1993 schufen die Künstler Rena-ta Sih und Frieder Schnock 80 Tafeln, die überall in den Seiten-straßen an Laternenpfählen be-festigt sind und auf denen Ge-setzestexte aus der nationalsozi-alistischen Zeit zitiert werden, die den ausgeübten Druck deutlich machen.

Die Neugestaltung des Bayeri-schen Platzes nach der

Zerstö-rung im Zweiten Weltkrieg er-folgte durch Karl Heinz Tümler, der zwar die sparsamen Gestal-tungsmittel der fünfziger Jahre einsetzte, aber eine Gartenanla-ge "aus einem Guss" schuf. Der Freistaat Bayern stiftete den vom Bildhauer Anton Rückel model-lierten Bronzelöwen, der seit 1958 nicht dominant in der Mit-te, sondern dezent am Rand der Grünfläche steht, aber doch ein bisschen an die alten Glanzzeiten erinnern soll.

Heute passt der Bayerische Platz offenbar in keine "Schublade": Er liegt nicht so innerstädtisch wie der Wittenbergplatz, der im Blickpunkt der Berlinbesucher steht, seine Fläche ist nicht ge-eignet für Märkte oder andere Veranstaltungen wie der Winter-feldtplatz, er ist nicht interessant für die Gartendenkmalpflege wie der Viktoria-Luise-Platz. Ergänzend erklärt Frau Heinrich, Amtsleiterin im Fachbereich Na-tur des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, dass der Bayerische Platz verwaltungstechnisch als Stadtplatz, nicht als Gartenan-lage eingestuft ist. Somit gibt es weniger Mittel für die Pflege. Positiv zu verzeichnen ist ein Ver-trag mit der Fa. Wall, die sich ver-pflichtet hat, den Brunnen wie-der instandzusetzen, und Wasser

fließen und sprudeln zu lassen. Grundsätzlich kämpft Frau Hein-rich jedoch mit dem Problem, dass die Mittel jährlich drastisch gekürzt werden. MAE-Kräfte, auf Deutsch Ein-Euro-Jobber, werden für gärtnerische Arbeiten zugewiesen, dürfen aber die Grundpflege nicht ausführen, sondern stehen nur für zusätzli-che Aufgaben zur Verfügung. Wünschenswert in ihren Augen wäre mehr Engagement der Anlieger: Baumspenden, Über-nahme der Pflege etc. Vielleicht

kommt diese Botschaft an... Was ich persönlich darüber hin-aus vermisse: den Bezug zu ern. Bei der Gründung des Bay-erischen Viertels sollten Städte-namen aus südlichen Regionen, neben Bayern auch aus Tirol, an-genehme Assoziationen wecken und für eine gediegene Wohn-gegend stehen. Noch heute hat das Weißblau eine starke Strahl-und Anziehungskraft, in der Werbung, in der Unterhaltungs-branche, als Urlaubsziel. Ich kann

mir gut vorstellen, dass die An-lieger diesen Effekt nutzen könn-ten. Vielleicht gibt es auch ein erwachendes Interesse der in Berlin nicht immer heimisch gewordenen Bayern, die sich in ihrer neuen Umgebung engagie-ren wollen?

Eines Tages werden wir beim Anblick des Löwen glauben kön-nen, ein starkes Brüllen zu hören. Marina Naujoks Gemütlich Sitzen im neuen italienischen Eiscafé am Bayrischen Platz Foto: Thomas Protz

Die Gefahrenstelle ist inzwischen eingerüstet. Die Sanierung des Wasserbeckens wird folgen Foto: Thomas Protz

Idole und Ideale

Fußballprofis sind moderne Hel-den und die Weltmeisterschaft 2006 ist ein guter Anlass, über Idole und vielleicht auch Ideale nachzudenken. Und über Helden oder Heldinnen der Zukunft. Welche Eigenschaften braucht die Karriere vom Bolzplatz-Talent zum Shooting-Star in der Cham-pions-League ?

Schülerinnen und Schüler der Nahariya-, Spreewald- und Teltow-Grundschule wurden um Mithilfe gebeten. Im Jugend Museum hatten sie zwei Tage Zeit, sich zu coachen und beim Foto-Shoo-ting ins rechte Licht zu rücken. Die Ergebnisse werden bis 9. Juli öffentlich auf großen Bannern an sieben Bolz- und Sportplätzen im Schöneberger Norden präsen-tiert: Crellestraße 18, Herbert-, Ecke Feurigstraße, Pallasstraße, im Kleistpark hinter dem Schul-hof der Sophie-Scholl-Oberschule, Grunewaldstraße, Ecke

Haupt-straße, Belziger Straße bei der Vorbergstraße und auf dem Sportplatz der Riesengebirgs-Oberschule am Lassenpark.

Open-Air-Präsentation auf Bolzplätzen im Bezirk

R e c ht sanwält i n

l

Cornelia Hain

ArbeitsrechtFamilienrecht / Nichteheliche Lebensgemeinschaften / LebenspartnerschaftenErbrechtVerkehrsrecht BUNDESALLEE76 12161 BERLIN-FRIEDENAU

U9 FRIEDRICH-WILHELM-PLATZ

✆ (030) 85 99 65-0

FAX(030) 85 99 65-11

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Portraitreihe: Mitglieder der BVV

Peter Rimmler

(CDU)

In dieser Ausgabe stelle ich Ihnen Herrn Peter Rimmler, Mitglied der BVV-Tempelhof-Schöneberg für die CDU, vor. Er ist Vorsitzen-der des Ausschusses für Stadt-planung, verkehrspolitischer Spre-cher der Fraktion und gehört den Ausschüssen für Bauen, Wohnen und Verkehr sowie für Natur und Umwelt an.

Er hat an der TU Berlin das Studium zum Diplom-Bauinge-nieur abgeschlossen und arbeitet schon viele Jahre in der Senats-verwaltung für Stadtentwick-lung, seit einem Jahr im Bereich Tiefbau, Objektbereich Straße. Er sammelte Erfahrung in ehren-amtlichem Engagement z.B. als Elternvertreter und als Vorsit-zender eines Sportvereins, bevor er sich durch einen Freund zum Eintritt in die CDU überzeugen ließ.

Wie lange sind sie schon Mit-glied der CDU und warum sind sie in die Partei eingetreten? Ich bin im Juli 1994 in die CDU eingetreten. Ihre konservative Politik, die eine leistungsorien-tierte Gesellschaft fordert, hilfs-bedürftige Menschen unterstützt und vor allem ehrlich diese Ziele nennt, entspricht meiner politi-schen Vorstellung. Diese Ziele habe ich besonders im Wahl-kampf unserer Bundeskanzlerin 2005 unterstützt und erfahren, denn hier wurden den Wählerin-nen und Wählern schmerzliche Wahrheiten (z.B. eine Mehrwert-steuererhöhung) nicht

vorenthal-ten. Insofern repräsentiert die CDU für mich Tugenden wie "Ehrlichkeit, Offenheit, Fleiß und Strebsamkeit", die heute leider immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden.

Sie arbeiten für den Aus-schuss Stadtplanung - wofür stehen Ihre Interessen hier? Meine Interessen stehen vor-nehmlich für eine fortschreiten-de, angemessene und zweck-dienliche Gestaltung unseres schönen und vielfältigen Bezirks. Dabei hat für mich die Notwen-digkeit der Schaffung und des Erhalts von Arbeitsplätzen vor-derste Priorität. Mein Hauptin-teresse gilt der Realisierung um-fassender Bauvorhaben - hier möchte ich das z.Z. herausragen-de Vorhaben "Hafen Tempelhof" nennen, mit dem der Tempelho-fer Damm eine Chance zum Be-stehen als Einkaufsstraße erhal-ten kann. Darüber hinaus wer-den durch dieses Projekt ca. 600 Arbeitsplätze geschaffen. Wie weit können Sie als Kom-munalpolitiker Einfluss neh-men?

Die Einflussnahme der Kommu-nalpolitiker wird oftmals unter-schätzt. Wir sind zum Einen Ideengeber, aber insbesondere Mittler zwischen der stadtumfas-senden Politik des Abgeordne-tenhauses und den Bedürfnissen der Anwohner. Die besondere Vielfalt unseres Bezirks zwischen

der Einfamilienhausidylle am Stadtrand in Lichtenrade und der pulsierenden City am KaDeWe ist dabei eine besondere Heraus-forderung. Hier treffen sehr ge-gensätzliche Interessenslagen aufeinander, die es zu harmoni-sieren bzw. das Verständnis für die Beweggründe des jeweils anderen zu fördern gilt. Ich ma-che da auch - im Gegensatz zu anderen Parteien - Unterschiede zwischen der Notwendigkeit zum Erhalt der natürlichen Umwelt dort, wo es möglich ist, und Be-reichen, wo der Mensch einen funktionalen Lebensraum erobert hat und auch zur Existenz in un-serer heutigen Zeit benötigt. Ich versuche auch meine Erfahrun-gen dafür einzusetzen, dass bei-spielsweise Denkmalschutz dort angewandt wird, wo es den Menschen und unserer Gesell-schaft nützt und sie fördert - als Beispiel für unsinnigen Denkmal-schutz nenne ich den Erhalt von Teilen des Prälaten Schöneberg. Wie erfahren Sie von den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger zu anstehenden Veränderungen in der Stadt-planung?

Mit meinen politischen Freunden biete ich ein Mal im Monat vor dem Markt in Mariendorf (dort ist meine politische Heimat, der Ortsverband angesiedelt) Interes-sierten die Möglichkeit mit mir über aktuelle Themen zu disku-tieren. Selbstverständlich nehme ich auch gerne Anregungen und Beschwerden interessierter Bür-gerinnen und Bürger auf und setze diese ggf. in Form von

An-Peter Rimmler

Die Macht des Fußballs

trägen oder Anfragen in der BVV um, sofern sich diese inhaltlich mit den Zielen der CDU decken. Bei kontroversen Gesprächen bin ich ebenso bereit, meinen Stand-punkt darzulegen und hoffe dabei zumindest auf Verständnis -allerdings kann anlässlich solcher Gespräche auch der eine oder andere Bürger von meiner/unse-rer Haltung überzeugt werden. Ein weiteres Forum bieten die von der CDU-Fraktion veranstal-teten Arbeitskreise, die offen für jedermann sind. Da die Arbeit der Bezirksverordneten öffentlich ausgetragen wird, kann jeder Bürger an den Sitzungen der Ausschüsse teilzunehmen. Dort allerdings ist das Rederecht ein-geschränkt. Ich habe es bisher immer so praktiziert, dass An-wohner in meinem Ausschuss die Möglichkeit zur Darstellung ihrer Betroffenheit und Meinung zu Bauvorhaben hatten und haben - so z.B. zum Projekt Schloss-Straßen-Center am Walter-Schrei-ber-Platz. Unsere Aufgabe als Bezirksverordnete ist es, nach solchen Anhörungen der Mehr-heit der Menschen (Meinungen) zu folgen und das Allgemein-wohl in den Vordergrund unserer Entscheidungen zu stellen. Sie stellen sich im September zur Wiederwahl. Womit wol-len sie die Stimmen der Bür-gerinnen und Bürger für sich gewinnen?

Als Resonanz auf mein bisheriges Engagement in der Kommunal-politik habe ich auch anlässlich von Einzelgesprächen

überwie-gend Verständnis, und häufig Zustimmung erhalten oder nach-träglich erzeugen können. Das mir bisher entgegengebrachte Vertrauen ist mir Ansporn, mein Wissen und Engagement der Gesellschaft weiterhin anzubie-ten. Deshalb stelle ich mich zur Wahl und wünsche mir und mei-nen Freunden von der CDU ein starkes Votum, um unsere sachli-che Politik - ohne manchmal in letzter Zeit notwendige "faule" Kompromisse - durchsetzen zu können.

In diesem Sinne lade ich aber auch alle Bürgerinnen und Bür-ger nicht nur dieses Bezirks zur aktiveren Teilnahme oder auch nur zur kritischen Beobachtung anlässlich unserer BVV- oder Aus-schusssitzungen ein. Vielleicht können wir auf diesem Wege unsere Arbeit und unser Enga-gement noch besser verdeutli-chen.

Das Gespräch führte Bärbel Schneider

Der "Kleine Andenfußball"

Eine Indianerin aus den Anden

erscheint auf dem Bildschirm, als ich die Kanäle durchzappe, un-verkennbar mit ihren langen Zöpfen und den bunten Kleidern in den bekannten Farben und Mustern, ein phantasievoller Hut auf ihrem Kopf. Auf dem Boden sitzend, ein kleines Kind im Arm, erzählt sie aus ihrem anstrengen-den Leben in dem kleinen, abge-legenen Dorf in 4000 Metern Höhe mit dem kargen Boden, der nicht mehr hergibt als Kartoffeln, Saubohnen und et-was Weizen. Arbeit vom frühen Morgen bis zum späten Abend -man hat das schon oft gehört. Aber dann sagt sie: "Wenn ich Fußball spiele, dann tue ich et-was nur für mich, und das brau-che ich!"

Habe ich mich jetzt verhört? Sagte sie tatsächlich "Ich spiele Fußball"? Und dann sehe ich die ungewöhnliche "Mann"schaft: mit wippenden, knielangen Rö-cken und fliegenden Zöpfen, die

nackten Füße in offenen San-dalen, kicken sie den Ball über eine bucklige Grasnarbe, jagen ihn sich gegenseitig fintenreich ab, rempeln auch mal, aber alles mit viel Gelächter und sichtlicher Freude. Schuhe brauchen wir nicht, sagen sie, daran sind wir nicht gewöhnt. "Kleiner Anden-fußball" wird das Spiel in Peru genannt, weil alles etwas kleiner ist, als es die internationalen Maße vorschreiben: das Spiel-feld, das Tor, manchmal auch die Anzahl der Spielerinnen. Am Rand des "Spielfeldes" stehen die Männer mit den Kindern auf dem Arm.

Die Frauen haben lange kämpfen müssen, ehe man ihnen das Fuß-ballspielen erlaubt hat (da haben die deutschen Fußballerinnen ja etwas gemeinsam mit ihnen!) "Anfangs waren wir dagegen, wann sollen sie denn Zeit haben bei der vielen Arbeit!", sagt einer der Männer. Aber jetzt sei er froh, dass er nachgegeben habe,

denn seine Frau sei seitdem viel fröhlicher und selbstbewußter. Man respektiert die Frauen auch mehr, sie dürfen jetzt bei politi-schen Versammlungen das Wort ergreifen, setzen sich z.B. beim Bürgermeister für Elektrizität in ihrem Dorf ein.

Bei einem Freundschaftsspiel ge-gen die Frauen eines Nachbar-dorfes - Blauröcke gegen Rot-röcke - das sie erst nach einem mehrstündigen Fußmarsch errei-chen, geht es schon härter zu. Die dortigen Frauen haben sogar ein richtiges, großes Fußballfeld, auf dem sie öfter trainieren kön-nen, und auch auf Fouls schei-nen sie sich gut zu verstehen: die Frauen "unseres" Dorfes zeigen sich nach dem Spiel die Wunden und blauen Flecken, die sie davongetragen haben. Trotzdem haben sie das Spiel gewonnen, und jede erhält als Preis ein Meerschweinchen, das sie zu Hause rösten werden - eine will-kommene Leckerei. Und dann

geht's zu Fuß wieder zurück -und am frühen Morgen des nächsten Tages, nach einem Frühstück aus gekochten Kartof-feln, gleich wieder an die Arbeit: die größeren Kinder in die zwei-klassige Dorfschule schicken (wo vor dem Unterricht die Mädchen den Jungen den einzigen Fußball weggeschnappt haben und schnell noch ein bisschen herum-kicken), die kleinen Kinder fertig-machen und dann mit ihnen aufs Feld ziehen. Nachmittags helfen die Größeren und kommen dann erst am Abend dazu, ihre Haus-aufgaben zu erledigen, nach dem täglich gleichen Essen: Sauboh-nensuppe. Und unsere Fußbal-lerin hat noch bis in die Nacht mit der Hausarbeit zu tun. Ein derartiges Leben ist für uns unvorstellbar. Und doch haben die Frauen Kraft genug, auch noch für ihre Lebensfreude zu sorgen. Das Fußballspielen hat ihnen Freiraum und gestiegenes Ansehen beschert, und zum erstenmal in ihrem Leben kom-men sie aus ihrem einsakom-men Dorf

heraus. Zur "Meisterschaft des kleinen Andenfußballs" in der Kreisstadt fahren sie mit dem Lastwagen in eine ihnen bisher unbekannte Welt und lernen den Stadttrubel kennen. Voller Sorge, ob sie den Stadtfrauen gewach-sen sein werden, die in weißen Röcken und richtigen Sportschu-hen antreten und auf die Hinter-wäldlerinnen herabsehen, zeigen sie ihnen, was eine Harke ist und räumen den Preis ab: hundert Zentner Saatkartoffeln! Wie vielfältig das Leben sein kann!

Sigrid Wiegand

supergünstige

Tipps von

Frieda Günstig

EIN BLICK ÜBER

SCHÖNEBERG

Aufstieg zum Glockenturm des Rathaus Schöneberg, wochen-tags zwischen 9 und 16 Uhr.

Eintritt

frei!

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Hoffen auf Gott und gutes Wetter

Im Mai 2004 ging das

Senioren-heim St. Josef durch eine Schen-kung des Ordens in das Eigentum des Diözesen Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin e.V. über. Dahinter standen vor allem wirtschaftliche Überlegungen. Mit seinen nur 33 Plätzen war das Heim nicht mehr rentabel, denn die Zunahme von pflegebe-dürftigen und demenziell krankten älteren Menschen er-fordert auch kostenintensivere Betreuungen und mehr Personal. Beides konnte der Orden aus eigener Kraft nicht mehr bewälti-gen - zu wenig Nachwuchs im Orden ist nur ein Grund. Sieben Ordensschwestern sind derzeit ehrenamtlich im Heim tätig, die jüngste ist 62 Jahre alt und die älteste 80. Schwester Stephana kam 1998 von Kirn nach Berlin und übernahm die Leitung des Hauses. Normalerweise erfolgt im Orden alle sechs Jahre ein Leitungswechsel, doch erst kam die Schenkung und dann began-nen die Baumaßnahmen, so dass Schwester Stephana weithin die Geschäfte des Hauses regelt. Trotz befremdlichen Hämmern, Krachen und Quietschen muss der alltägliche Heim- und Pflegebe-trieb weitergehen. Dauerhaft eingerüstet und permanent ein-gestaubt zwischen Kabel, Kran und Kalkgeruch sollen die Bewoh-ner in Ruhe umsorgt und hygie-nisch korrekt versorgt werden. Da bleibt es nicht aus, dass

Mut-ter Oberin auch auf der Baustelle anzutreffen ist und in der Koordi-nierung zwischen Bau- und Heim-betrieb mitmischt. Jetzt rücken die Handwerker immer näher. Am 15. September müssen 29 Einwohner in den viergeschossi-gen Erweiterungsbau umziehen, denn die Sanierung des Altbaus steht bevor.

Wenn alles gut geht, werden die Bauarbeiten noch acht bis zehn Monate dauern. Dann verfügt das Seniorenheim insgesamt über 96 Plätze. Auch mit der Verdreifa-chung der Kapazitäten soll die bisherige familienähnliche Wohn-und Gemeinschaftsstruktur auf-rechterhalten werde. Neu- und Altbau sind am Ende so umge-staltet, dass Pflegewohngruppen mit 11 bis maximal 17 Bewoh-nern über einen eigenen Gemein-schaftsraum mit Etagenküche, ein Pflegebad, für Therapiezwe-cke geeignete Nebenräume und ein Dienstzimmer für das Perso-nal verfügen. Neu sind dann auch der Speisesaal mit Cafete-ria, die hauseigene Großküche und Wäscherei sowie der direkte Zugang zur Taufkapelle der ka-tholischen Gemeinde St. Nor-bert. Viele Heimbewohner sind Katholiken, einige lebten vor ih-rem Einzug im Kiez und waren Mitglieder der Pfarrgemeinde. Für die seelsorgerische Betreu-ung sorgt weiterhin die hausin-terne Ordensklausur der Arens-berger Schwestern. Selbst in der

Gestaltung der Außenanlagen soll sich die Idee von der Familie wie-der finden. Geplant ist ein verwun-schener Garten mit den kleinen Nachbarn vom Kindergarten ne-benan als gern gesehenen Gästen. Auch wenn Schwester Stephana vom Gelingen des Projektes über-zeugt ist, kann sie an den pünkt-lichen Eröffnungstermin nur schwer glauben. Wegen des viel zu langen Winters war der Bau in Verzug geraten und nun sollen die Bewohner in drei Monaten mit Mann und Maus ins Vorder-haus ziehen können? Die Domini-kanerinnen beten und die Zim-merleute hoffen auf gutes Wet-ter. Alle zusammen haben mit dem zünftigen Richtfest, einem kräftigen Eisbein und den se-gensreichen Worten vom Pfarrer Isodor den nötigen Motivations-schub erhalten. Auf den runden Eventtischchen stehen vereinzelt Gläser mit Sekt und Orangen-saft, an den langen Tafeln löffeln ca. 100 Gäste ihren Nachtisch, die Blasmusiker haben ihre roten Jacken über die Stühle gehängt, ein Zimmermann erklärt zwei Ordensschwestern den Sinn ei-nes Klauenhammers, derweilen sich Bezirksbürgermeister und Caritas-Direktor die Hände drü-cken. Über all dem Treiben schau-kelt die Richtkrone. Schwester Stephana nippt von ihrem Glas und schaut in die Runde - sie muss den Überblick behalten.

Simone Tippach-Schneider

Richtfest im Seniorenheim St. Josef Fortsetzung von Seite 1

Schwester Stephana behält den Überblick Foto: Simone Tippach-Schneider

5.500 Euro spendet die PSD Bank Berlin-Brandenburg eG für die ökologische Umgestaltung und Sanierung des verwilderten Außengeländes der Kita und des Jugend- und Familienzentrums in der Jeverstraße 9. Die Genossen-schaftsbank fördert regelmäßig soziale Einrichtungen aus den Erlösen ihres Produktes „PSD GewinnSparen“. Beim Sparen mit „GewinnSpar-Losen“ werden pro Los 25 Cent wohlfahrtspfle-gerischen und gemeinnützigen

Einrichtungen in der Region zur Verfügung gestellt. Im Jahr kom-men so dank Ihrer Hilfe bundes-weit rund 18 Mio. Euro zusam-men! Der Preis eines Loses beträgt 5 Euro. Davon werden 4 Euro dem Sparkonto des Kunden gutge-schrieben. Mit dem verbleibenden Euro sichern sich die PSD Gewinn-sparer die Chance auf wertvolle Geld- und Sachgewinne. Weitere Informationen dazu bekommen Sie auf der Internetseite www.psd-berlin-brandenburg.de

PSD Bank spendet für

Gartenprojekt

Die 7 Goldenen Drachen der Gesundheit

Auch in diesem Sommer findet wieder ein kostenloses Drachen-weg-Sommer-Special in seiner Kurzform mit den "7 Goldenen Drachen der Gesundheit" statt. Der Drachenweg = Energieweg, auch Che-Do genannt, ist die Urform des heutigen Tai Chi und Qi-Gong. Die Bewegungen sind langsam und fließend, die bewus-ste Atmung gibt dabei den Rhyth-mus der Bewegung an und lehrt uns, wie wir die Atemenergie zum eigenen Wohle steuern können.

Regelmäßig praktiziert, hilft der Drachenweg so, den Körper zu sta-bilisieren und die Seele ins Gleich-gewicht zu bringen, die Gedanken werden ruhiger und die innere (Selbstheilungs)-Kraft kann sich entfalten. Körperliche wie seelische Disharmonien werden durch die Atmung des Drachenweges nach einiger Übung einfach weggeat-met. Selbst im Falle von Migräne und Tinitus gab es bereits beachtli-che Heilungserfolge.

Das Drachenweg-Special findet vom 13.07.06 bis 17.08.06 jeden Donnerstag bei schönem Wetter von 19.00 bis 20.00 im Volkspark Schöneberg am Goldenen Hir-schen, direkt am U-Bhf. Rathaus Schöneberg, statt. Anmeldung: Annette Hempel Drachenweglehrerin -achempel@aol.com Telefon: 030-8520447

Drachenweg-Sommer-Special im 3. Jahr

Norbert Atzler (l.), Vorstand der PSD Bank überreicht den Scheck an Julia Seefisch, Leiterin der Kita Jeverstraße, rechts Abteilungsleiter der PSD Bank Frank Langhammer

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So 02.07.2006, 17.00 Uhr alpha nova - kulturwerkstatt & galerie futura, Wiesbadener Str. 83 12161 Berlin - Friedenau Premiere der Friedenauer Galerie-Gespräche Die Autorin Gisela Zies und die Schauspielerin Hildegard Schroedter präsentieren als szenische Lesung: „Blitzgescheit, aus Koldenbüttel“ Porträt einer Emigrantin. Im Mittelpunkt steht Anna Ovena Hoyers, die 1633 ihre Heimat Schleswig-Holstein verließ und nach Schweden emigrierte. Sie hatte die orthodoxen Kirchenmänner ihrer Zeit gegen sich aufgebracht und wurde des Landes verwiesen. Die Modera-tion eines nachfolgenden Gesprächs, das Biografisches Theater und aktu-elle Ausstellung - Vergangenheit und Gegenwart - in Beziehung setzt, übernimmt die Autorin Ute Ecken-felder, Kostenbeitrag: 9/7 Euro Mi 12.07.2006, 10 Uhr Treffpunkt Kulturbüro Maria Pecha Wilhelm-Hauff-Str. 16, 12159 Berlin KIEZVERSTECKE! Tradition, Geschäfte. Institutionen und Märkte Rund ums Rathaus Friedenau mit der Hedwigstraße

Kostenbeitrag: 25,00 inkl. Mittages-sen, Dauer jeweils ca. 4-5 Std. Information und Anmeldung: Kulturbüro Tel. 8 51 50 38 Do 13., 18 Uhr - Fr 14.07.2006, 9 Uhr Kifrie Musik- und Medienzentrum (PC/Video), Menzelstraße 7, 12157 B., In Zusammenarbeit mit dem Kinderfreizeittreff Menzeldorf KinderFilmNacht im Kiez: Ronja Räubertochter Ronja und Birk verwandeln den Garten des Menzeldorfes in den Mattiswald. Für Kinder von 8-12 mit Übernachtung und Frühstück. Treffpunkt: Kifrie-Medienwerkstatt, Info: 855 4070, Eintritt 5,00 Euro Anmeldung erforderlich Informationen unter Tel. 8 55 40 70 Sa 15.07.2006, ab 15 Uhr Fuggerstr. /Martin-Luther-Str., Berlin-Schöneberg

Queere Medienbühne auf dem 14. lesbischwulen Stadtfest Am Samstag um 15 Uhr eröffnet Wigstöckel das Bühnenprogramm, die Kabarettgruppe Die Missstücke führen einen Auszug aus „Fernsehen macht schön" auf. Der Tango Queer Salon ist wieder mit einer Tanzper-formance vertreten, sowie Tima die Göttliche & Fräulein Debbie mit ihrem Programm „ Der deutsche Schlager darf nicht sterben". Das Geschehen wird am Samstag Live auf 97,2 UKW, im Kabel auf 92,6 und im Internet unter www.radiorainbow-city.de (Realplayer) übertragen. Sa 15.07.2006, 21.00 Uhr BEGINE - Treffpunkt- und Kultur für Frauen e.V., Potsdamer Str. 139, 10783 Berlin-Schöneberg Ganz in der Nähe vom lesbisch-schwulen Stadtfest

Cuban Night mit Clea Zu Mojito und Cuba libre gibt es Salsa, Son, ChaCha und Rumba

So 16.07.2006, ab 15 Uhr Fuggerstr. /Martin-Luther-Str., Berlin-Schöneberg

Queere Medienbühne auf dem 14. lesbischwulen Stadtfest Am Sonntag beginnt das Bühnen-programm mit Sambanda Berlin, danach ist Margot Schlönzke mit ihrer legendären Spielshow „Dalli – Dalli“ auf der Bühne zu sehen. Auftreten werden u.a. a.k.pella, Chicago Roses, Coco Lorès, Diva D., Jeekay, Klaster Royall, Männerminne, Marlon Brandy, Miserlou, Rainer Bielfeldt, Surdo & Gomorrha, die Bands Elektra King und Little Wing, um einige zu nennen. Es moderieren Coco Lorès, Tima die Göttliche, Kaey

Tering und Moritz G.. Das Programm kann man live im Internet unter www.radiorainbowcity.de verfolgen. Mi 19.07.2006, 10 Uhr

Treffpunkt Kulturbüro Maria Pecha Wilhelm-Hauff-Str. 16, 12159 Berlin KIEZVERSTECKE! Tradition, Geschäfte. Institutionen und Märkte Rund um die Kaisereiche mit den Görtz-Gewerbehöfen

Kostenbeitrag: 25,00 inkl. Mittages-sen, Dauer jeweils ca. 4-5 Std. Information und Anmeldung: Kulturbüro Tel. 8 51 50 38 Do 20., 18 Uhr - Fr 21.07.2006, 9 Uhr Kifrie Musik- und Medienzentrum (PC/Video), Menzelstraße 7, 12157 B., In Zusammenarbeit mit der Kinder-und Jugendfreizeitstätte Burg KinderFilmNacht im Kiez: Harry Potter und der Stein der Weisen Die Friedenauer Burg steht Hogwarts in nichts nach! Für Kinder von 8-12 mit Übernachtung, Frühstück und Zauberei. Treffpunkt: Kifrie-Medien-werkstatt, Info: 855 4070, Eintritt 5,00 Euro, Anmeldung erforderlich,

Informationen unter Tel. 8 55 40 70 Sa 22.07.2006, 20 Uhr

PLANETARIUM AM INSULANER Munsterdamm 90, 12169 Berlin Der Liebeswald und andere Bretonische Märchen Märchen und Musik mit B. Witte und Dr. M. Staesche

Do 27., 18 Uhr - Fr 2 Kifrie Musik- und M (PC/Video), Menzel In Zusammenarbeit GRÜN BERLIN PARK GmbH und dem Na Schöneberger Südg KinderFilmNacht Der Geheime Gar Ein Mädchen erwec zu neuem Leben! Für Kinder von 8-12 tung (im Freien) un Treffpunkt: Kifrie-M Info: 855 4070, Eint Anmeldung erforde Informationen unte Do 27.07.2006, 20 U Schwartzsche Villa -Grunewaldstr. 55, 1 Hommage anlässlic tages am 27. Juli gertrude stein ich bin ich, weil m hund mich kennt spielerische annähe grenzgängerin mit E Schauspiel, Bardo H Ilona Zarypow - Reg Eintritt: 10 Euro / er Vorbestellung Tel: ( So 30.07.2006, 14 U Alter Sankt-Matthäu Großgörschenstr. 12 Sammeln, Schreib – Verleger und Sc St. Matthäus Zum 100. Todestag Freiherr von Lipper (1838–1906), Herau cher Modezeitschrif der Berliner Kostüm (SMB), führt der Ku Jörg Kuhn zu den le bekannter Verleger wie Parey, Bock und stellt weitere bemer Denkmäler vor. Do 03., 18 Uhr - Fr Kifrie Musik- und M (PC/Video), Menzel In Zusammenarbeit Stadtbad Steglitz KinderFilmNacht Das Geheimnis de Frösche Die nächste Sintflut

Kifrie-Medienwerkstatt präsentiert

4. Juli bis Aktiv auf

Somme

für alle K 04.07., 14-1 (kostenlos) 05.07. - 07.0 10.07. - 14.0 17.07. - 21.0 24.07. - 28. 31.07. - 04.0 07.08. - 11.0 14.08. - 18. Kosten: 10 Infos und A Jeverstraße Kinder- un 12157 Berli www.nachb

KinderFilmNächte

Die Medienwerkstatt in der Menzelstrasse rüstet sich für das Sommer- und Herbstpro-gramm, die Video-Akkus wer-den gelawer-den, die Computer-bildschirme geputzt und neue Flyer gedruckt.

Neben den bewährten Video-projekten und Computerange-boten für Kinder und Jugend-liche sind KinderFilmNächte neu im Programm, die Kinder im Alter von 8-12 Jahren im Sommer wöchentlich und spä-ter im Herbst und Winspä-ter auf monatlicher Basis zu den Filmen an noch spannen-dere Orten mit Übernachtung lädt. Ronja Räubertochter

ver-wandelt den Menzelgarten in den Mattiswald, Billy Elliot spornt an zum Ballett und Sofies Welt entführt ins Planetarium. Anmeldung über das Büro der Medienwerkstatt: 855 40 70. Die Medienwerkstatt will mit einem neuen Konzept alte und neue Medien verbinden, so soll es in Zukunft unter an-derem Veranstaltungen mit Performance-Charakter geben, in dem sich Tanz und Video-collagen vermengen. Redak-tionsgruppen werden außer-dem das alte Jugendfernseh-Magazin Kifrie-TV im OKB wiederbeleben. Um die Ver-netzung im Stadtteil

anzukur-beln, erhoffen sich die Macher dabei Hilfe von Menschen aus dem Kiez. Lust auf Ehrenamt? Stephan Rumphorst, der gera-de die Leitung gera-der Medien-werkstatt übernommen hat, und sein Team freuen sich auf tatkräftige Unterstützung. Anmeldung und weitere Auskünfte: Kifrie-Medienwerkstatt des Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. Stephan Rumphorst Menzelstrasse 7, 12157 Berlin 855 40 70, www.kifrie.de kifrie-medienwerkstatt@nach- barschaftsheim-schoene-berg.de

Deutsch-französische Ferienateliers

In Zusammenarbeit mit fran-zösischen Künstlern und Päda-gogen organisiert der Schöne-berger Verein Initiale-Verein zur Förderung bilingualer Er-ziehung e.V. deutsch-französi-sche Ferienateliers für Kinder von 5-12 Jahren. Die Kinder spielen Theater mit französi-schen Schauspielern, tanzen, basteln Masken oder erfor-schen die Natur. Die Idee ist, eine Verbindung aus Sprache und Aktivität zu schaffen. Die

Ateliers haben nie den Charak-ter von trockenem Sprachen-unterricht. Im Vordergrund steht die Aktivität, das Spra-chenlernen geschieht "neben-bei". Die Ateliers sind offen für alle Kinder, Französisch-kenntnisse sind keine Voraus-setzung. Sie sind Begegnungs-stätten: Kinder verschiedenen Schulen treffen aufeinander und befreunden sich: "norma-le" deutsche Grundschulen, zweisprachige Europaschulen,

Privatschulen (auch die rein französischsprachige Schule in Reinickendorf ist vertreten). Kosten für ein einwöchiges Ate-lier von 9 bis 16 Uhr: 95 Euro (85 Euro ermäßigt) Mittages-sen und Material sind im Preis inbegriffen.

Mehr Informationen und An-meldungen unter: initiale-ferien@web.de, Tel: 81487845 www.initiale.org

Sommer 2006

"MAGISTRALE - KULTURNACHT"

Am Samstag, den 2. Septem-ber 2006 wird nun schon zum 4. Mal die "MAGISTRALE-KULTURNACHT" in der Pots-damer Straße stattfinden. Da-zu möchten die Veranstalter alle KünstlerInnen, Designer, Performer, Kulturinitiativen, Projektgruppen, Medienschaf-fende und Institutionen einla-den, sich und ihre Arbeit an der Potsdamer Straße an die-sem Abend vorzustellen. Das Programm bietet Raum für kulturelle Aktionen in La-denflächen, Höfen und dem öffentlichen Raum der Potsda-mer Straße. Ab 15.00 Uhr bis open end sollen dem interes-sierten Publikum Einblicke in die kulturelle Vielfalt ermög-licht werden, zu der Ausstel-lungen, Installationen, Perfor-mances, Walkacts, Lesungen, Konzerte, Theater, Genreüber-greifendes und auch Führun-gen gehören werden.

Erstmals werden in diesem Jahr auch ansässige Jugendli-che mit eigenen Präsentatio-nen aktiv an der MAGISTRALE teilnehmen. Eine Kooperation mit diesen Projekten ist mög-lich, muss aber individuell ab-gesprochen werden. Wenn Sie teilnehmen möch-ten, können sie sich bis späte-stens 10. Juli 2006 anmelden. Mit Ihren Vorschlägen,

Beiträ-gen und FraBeiträ-gen wenden sie sich bitte an:

K&K Kulturmanagement & Kommunikation Kerstin Wiehe Crellestrasse 22, 10827 Berlin Telefon 030-78703350 Fax 030-78703352 info@kultkom.de oder informieren sich unter www.magistrale-kultur-nacht.de.

Lange Kulturnacht in der Potsdamer Straße

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Juli / August 2006

Juli / August 2006

r 28.07.2006, 9 Uhr Medienzentrum elstraße 7, 12157 B., eit mit RK und GARTEN Natur-Park dgeländ t im Kiez: arten eckt einen Garten 12 mit Übernach-und Frühstück. Medienwerkstatt, ntritt 5,00 Euro, derlich ter Tel. 8 55 40 70 Uhr a - Zimmertheater 12165 Berlin ich ihres 60.

Todes-mein kleiner t herung an eine t Erika Eller -Henning - Musik, egie erm. 8 Euro (030) 852 46 57 Uhr äus-Kirchhof, 12–14, 10829 Berlin iben, Publizieren Schriftsteller auf g von Franz erheide ausgeber

zahlrei-riften und Stifter ümbibliothek Kunsthistoriker Dr. letzten Ruhestätten er und Schriftsteller nd Springer und erkenswerte r 04.08.2006, 9 Uhr Medienzentrum elstraße 7, 12157 B., eit mit dem

t im Kiez: der

t kommt bestimmt!

Wir warten in einem trockengelegten Schwimmbad! Für Kinder von 8-12 mit Übernachtung und Frühstück. Treffpunkt: Kifrie-Medienwerkstatt, Info: 855 40 70, Eintritt 5,00 Euro, Anmeldung erforderlich, Informationen unter Tel. 8 55 40 70 Mi 09.08.2006, 10 Uhr Treffpunkt Kulturbüro Maria Pecha Wilhelm-Hauff-Str. 16, 12159 Berlin KIEZVERSTECKE! Tradition, Geschäfte. Institutionen und Märkte Rund um den Dürerplatz mit der Cranachstraße und Umgebung Kostenbeitrag: 25,00 inkl. Mittages-sen, Dauer jeweils ca. 4-5 Std. Anmeldung: Kulturbüro Tel. 8515038

Do 10., 18 Uhr - Fr 11.08.2006, 9 Uhr Kifrie Musik- und Medienzentrum (PC/Video), Menzelstraße 7, 12157 B., In Zusammenarbeit mit dem Atelier de la Danse KinderFilmNacht im Kiez: Billy Elliot - I will dance Ein Junge kämpft für seinen Traum: mit Ausdauer und Ballettschuhen! Für Kinder von 8-12 mit Übernach-tung und Frühstück. Treffpunkt: Kifrie-Medienwerkstatt, Info: 855 4070, Eintritt 5,00 Euro Anmeldung erforderlich Informationen unter Tel. 8 55 40 70 So 13.08.2006 bis So 10.09.2006 Kommunale Galerie, Hohenzollern-damm 174-176, 10713 Berlin 15 Jahre Städtepartnerschaft Warschau in Berlin Zeitgenössische Malerei aus Polen 80 Arbeiten - 40 Künstler Aus Anlass des 15-jährigen Jubiläums präsentiert sich die Stadt Warschau in Berlin mit einer umfangreichen Ausstellung der zeitgenössischen Malerei. Die Ausstellung gibt einen aufschlussreichen Überblick über die künstlerische Entwicklung in Polen. Sie folgt dabei nicht dem gegenwärti-gen Mainstream, sich hauptsächlich auf die junge Kunstszene zu konzen-trieren, sondern vermittelt Genera-tionen übergreifend einen profunden Einblick in die unterschiedlichen Traditionen, thematischen Ansätze und ästhetischen Handschriften. Öffnungszeiten: Di-Fr. 10-18 Uhr, So. 11-17 Uhr, Eintritt frei

Do 17., 18. Uhr - Fr 18.08.2006, 9 Uhr Kifrie Musik- und Medienzentrum (PC/Video), Menzelstraße 7, 12157 B., In Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Foerster-Sternenwarte e.V. KinderFilmNacht im Kiez: Sofies Welt

Sofie entdeckt die Welt und wir die Sterne! Für Kinder von 8-12 mit Übernachtung und Frühstück. Treffpunkt: Kifrie-Medienwerkstatt, Info: 855 40 70, Eintritt 5,00 Euro Anmeldung erforderlich, Informationen unter Tel. 8 55 40 70 Sa 19.08.2006,n 12-18 Uhr im Rudolph-Wilde-Park am Rathaus Schöneberg

Familiensommerfest der SPD Mi 23.08.2006, 10 Uhr Treffpunkt Kulturbüro Maria Pecha Wilhelm-Hauff-Str. 16, 12159 Berlin KIEZVERSTECKE! Tradition, Geschäfte. Institutionen und Märkte Ins Rathaus Schöneberg und drum herum

Kostenbeitrag: 25,00 inkl. Mittages-sen, Dauer jeweils ca. 4-5 Std. Information und Anmeldung: Kulturbüro Tel. 8515038 Fr 25.08.2006, 20 Uhr PLANETARIUM AM INSULANER Munsterdamm 90, 12169 Berlin Landscapes-Im Klang der Welt. Die Landschat des unendlichen Tons. (Musik mit dem Didgeridoo) mit Rene Schier und U. Marth Eintritt: 10,- / erm. 6,- Euro So 27.08.2006, 14 Uhr Alter Sankt-Matthäus-Kirchhof, Großgörschenstr. 12–14, 10829 Berlin Künstlergräber erzählen – Führung

Oft ganz unscheinbar verstecken sich die Grabstätten bedeutender Bildhauer, Architekten und Musiker auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof. Karl-Heinz Barthelmeus geleitet Sie in die Welt der schönen Künste und ihrer unvergessenen Protagonisten, wie Friedrich Drake, Alfred Messel, Max Bruch und Xaver Scharwenka. www.zwoelf-apostel-berlin.de So 03.09.06, 20 Uhr ALTEN BAHNHOFSHALLE Bahnhofstr. 4a-d am S-Bhf Friedenau WASTELAND GREEN - Acoustic Songs

WASTELAND GREEN setzt auf die Kraft der Stimmen und akustischen Instrumente. Das Trio präsentiert Songs zwischen Folk, Pop, Soul, Jazz und Country. Stücke aus eigener Feder stehen neben Klassikern wie „Ode To Billie Joe“ und "Moon River", auf beeindruckende Fassungen der Songs von Joan Osborne, Nathalie Merchant und Anastacia folgen von Bluegrass und Cajun inspirierte Titel oder der lässi-ge akustische Swing einer Dan Hicks Nummer. WASTELAND GREEN ist ein besonderes Erlebnis für Freunde akustischer Musik. Susanne Werth -Gesang / Gitarre / Percussion Friedrich Barniske - Gesang / Gitarre Arne Zauber - Chromatisches Knopfakkordeon

Eintritt: 8,- und ermäßigt 5,- Euro

Selbsthilfe

TIPP

is 18. August 2006, Mo bis Do, 10 bis 16 Uhr uf dem Grazer Platz (Nähe Insulaner, Bus 246)

merferienprogramm "KänguruKids"

Kinder von 8 bis 13 Jahren -16 h "School`s Out - Party" s) Mitmachfest auf dem Grazer Platz 7.07. Ausflugswoche "Von hier bis dort" 4.07. Spielewoche "Von Uno bis Olympia"

.07. Theaterwoche "Vom Schminken bis ins Rampenlicht" 8.07. Filmwoche "Vom Regie-Stuhl bis in den Kinosessel" 4.08. Abenteuerwoche "Von Atlantis bis nach El Dorado" 1.08. Natur & Technik - Woche "Vom Dino bis zu Sternen" 8.08. Kunstwoche "Von Grafitti bis Picasso"

10 Euro pro Woche (+ Fahrgeld + Ferienpass) Anmeldung: Jugend- und Familienzentrum Jever Neun ße 9, 12157 Berlin, Tel. 79 74 78 03, Fax 79 74 78 05

nd Jugendfreizeitheim VD 13, Vorarlberger Damm 13, rlin, Tel. 85 60 49 52, Fax 85 60 49 54

hbarschaftsheim-schoeneberg.de

Stellengesuche

aus dem

Verbund für Beschäftigung und Qualifizierung Kick sucht kontinuierlich für Mitarbeiter/innen, die sich in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen bewährt haben, Arbeitsplätze als

· Küchenhelfer/innen/Hauswirtschaftshelfer/innen · Hausmeister/ Haushandwerker

· Mitarbeiter/innen im pädagogischen Bereich Im konkreten Fall informieren wir Sie gern über die

Möglichkeiten von Lohnkostenzuschüssen für Arbeitgeber. Bitte wenden Sie sich an Marianne Konermann, Tel. 21 01 47 13 .

Berufsorientierungskurs für Frauen

Am Montag, den 18. Septem-ber 2006, beginnt im Nach-barschaftsheim Schöneberg wieder ein Informations- und Orientierungskurs für erwerbs-lose Frauen. Der Kurs wendet sich an Frauen, die einen (Wie-der)-Einstieg in das Berufsle-ben planen und / oder ihre Le-benssituation neu gestalten wollen.

Auf dem Programm stehen Be-rufswegplanung, Vorbereitung der Arbeitsplatzsuche, Umschu-lungsmöglichkeiten und deren Finanzierung, berufliche Fort-und Weiterbildung, Sozial-und Arbeitsrecht, Bewer-bungstraining, Computerkurs usw.

Angesprochen sind Frauen mit und ohne Berufsausbildung, die Interesse haben, gemein-sam mit anderen Frauen zu lernen, Neues zu erfahren, sich gegenseitig Mut zu machen und zu stärken.

Der Kurs wird finanziert von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen und dem Europäischen So-zialfonds. Der Eigenanteil be-trägt 31 Euro, Ermäßigungen sind im Einzelfall möglich. KURSZEITEN:18.9.- 07.12.2006 jeweils Mo. und Do. von 9-13 Uhr KURSLEITUNG: Marianne Konermann (Dipl.Pädagogin)

Christiane Pods (Germanistin) VERANSTALTUNGSORT: Nachbarschaftsheim Schöneberg, Holsteinische Str. 30, Seminarraum, 1.Etage ANMELDUNG UND INFOS KICK, Barbarossastr. 64 Mo-Fr von 10 bis 14 Uhr Tel. 21 01- 47 13 oder - 48 32

Jetzt schon anmelden!

Drinbleiben -

Angst-gruppe für Berufstätige

Leiden Sie unter einer Angst-erkrankung und sind berufstä-tig oder planen trotz Ihrer Erkrankung zurück in den Job zu gehen? Zurzeit ist eine Selbsthilfegruppe zu diesem Thema in Gründung. Anliegen der Gründungsmitglieder ist, sich trotz der Angsterkran-kung gegenseitig dabei zu unterstützen, im Job oder in der Ausbildung zu bleiben be-ziehungsweise dahin wieder zurück zu kehren. Die Gruppe

eignet sich als Ergänzung zu einer Therapie oder als Unter-stützung nach einer Therapie. Während der ersten Sitzungen wird die Gruppe angeleitet. Die Treffen finden verkehrs-günstig in der Nähe des S-Bahnhofs Friedenau an einem Dienstagabend statt. Nähere Informationen unter drinbleiben@email.de oder im Selbsthilfetreffpunkt Schöne-berg unter: 85 99 51 30/-33.

Computer-kurse

für Seniorinnen und Senioren im Nachbarschaftsheim Schöneberg

Im 5-wöchigen Turnus bietet das Nachbarschaftsheim Schö-neberg im Kifri (Kinder-Musik-und Medienzentrum Friede-nau) in der Menzelstraße 7 Computerkurse für Seniorin-nen und Senioren an. Durch die kleine Gruppenzahl (höch-stens 5 Teilnehmer) wird auf jeden Teilnehmer individuell eingegangen.

Angeboten werden: - Computer für Anfänger und

Fortgeschrittene

- Internet für Anfänger und Fortgeschrittene

- Bildbearbeitung

Ein Kurs umfasst 10 Unter-richtseinheiten à fünf Doppel-stunden, Montags- oder Diens-tagsvormittags. Kosten: 35 Euro. Anmeldung: Frau Bönsch 85 99 51 30 oder Herr Krüger 85 99 51 33.

Surfen und mehr

Abnehmen

Diätgruppe

sucht

Mitstreiter

Diätgruppe sucht noch weite-re Mitstweite-reiter zum gemeinsa-men Abnehgemeinsa-men. Wir treffen uns zum Wiegen (Kontrolle) und zum Gedankenaustausch etc. immer Montags 13 Uhr in der Kiezoase Schöneberg, Kiezoase - B65 - Barbarossastr. 65 10781 Berlin Fon 030-21730-202 Fax 030-21730-207

Die jacco - Spiel Event Agentur in der Gotenstraße 6 auf der Roten Insel feiert ihr 4-jähriges Bestehen! Als Veranstaltungs-Agentur bietet jacco interakti-ve Programme für nahezu je-den Anlass an: Betriebsfest, Geburtstag, Hochzeit, ... Das besondere dabei sind die außergewöhnlichen und äu-ßerst reizvollen Event-/ Groß-spiele, mit denen jacco für ei-ne lebendige und sehr kom-munikationsfreudige Unter-haltung sorgt.

Mittlerweile ist zur Event-Agentur ein Verkaufsladen für unkonventionelle Spiele hin-zugekommen - jacco - die SPIELzialisten. Am Abend der Offenen Tür feiert jacco am 04.07. das 4-jährige Bestehen. Vorwiegend die Erwachsenen sind eingeladen, um sich von der Vielfalt attraktiver Spiele überzeugen und begeistern zu lassen.

Ab 18.00 Uhr wird gespielt, ausprobiert, gelacht - und viel-leicht auch gewonnen: Denn jacco verlost unter den Gästen drei Spiele Da Vinci Code -passend zum aktuellen Kino-Highlight!

jacco - Spiel Event Agentur Christian Rooß & André Wolski GbR

Gotenstr. 6, 10829 Berlin Tel: 7800 6400, Fax: -6401 www.jacco.info

Jubiläumsfeier: 4 Jahre jacco -Spiel Event Agentur Dienstag, 4. Juli ab 18.00 Uhr Abend der Offenen Tür: Spielen, Ausprobieren, Lachen

Verspielt in Schöneberg

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Ökologischer Tourismus

bietet komfortable Küchen. Für alle, die mit Weitsicht planen. EINBAUKÜCHEN GEMAUERTE KÜCHEN BARRIEREFREIE KÜCHENPLANUNG KÜCHENGERÄTE UND ZUBEHÖR Wielandstr. 25a | 12159 Berlin | Tel. 8540 9276 | Fax 859 45 81

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Die Stadtteilzeitung hat gelesen

"Sanfter Tourismus" - das hat wohl jeder schon einmal gehört, der seinen Urlaub nicht nur auf dem heimischen Balkon ver-bringt. Aber: wie verhalte ich mich als Tourist eigentlich ökolo-gisch richtig? Sicherlich muss man dafür nicht drei Wochen ausschließlich schlapp am Strand dösen - Aktivitäten sind auch im Urlaub wichtig und erwünscht -aber sie sollten im Einklang mit und ohne unnötige Beeinträchti-gung der am Urlaubsort heimi-schen Fauna und Flora gesche-hen.

Den rasantesten Zuwachs in der Tourismusbranche verzeichnete in den letzten zehn Jahren das Whale Watching - das Beobach-ten von Walen und Delfinen in ihrem natürlichen Lebensraum. Mehr als 10 Millionen Menschen in über 80 Ländern der Erde neh-men inzwischen jährlich am Whale Watching teil. Diese Zahlen dokumentieren die Faszi-nation, die die Begegnung mit den seit Ur-Zeiten die Meere be-wohnenden Säugetieren auslöst - für viele Reisende ist es das beeindruckendste Urlaubserleb-nis überhaupt. Aber der ökolo-gisch bewusste Tourist muss sich auch fragen, ob dieses, ihn so be-glückende Abenteuer, nicht ein-seitig ist und nicht vielleicht doch den sensiblen Riesen schadet. Diesem Problem widmet sich seit acht Jahren der gemeinnützige Verein M.E.E.R. e.V. mit Sitz in der Bundesallee. Einer der Grün-der, der diplomierte Meeresbio-loge Fabian Ritter, fasst das Konzept des Vereins zusammen: Die sinnvolle Kombination von Umweltschutz, Forschung und Tourismus. Die Arbeit des Vereins unterstützen mittlerweile rund 500 Fördermitglieder, die 15 ak-tiven Mitglieder operieren vom Vereinssitz in Schöneberg aus deutschlandweit und internatio-nal, mit Schwerpunkt auf La Go-mera. Das Meer vor der Kanaren-insel beherbergt eine Vielfalt von Walen und Delfinen, die kaum einen Vergleich kennt. Zu beob-achten sind die heimischen Gro-ßen Tümmler, Grindwale, Zügel-delfine und RauzahnZügel-delfine, sai-sonal der gewöhnliche Delfin und große Bartenwale, spora-disch kommen Schnabelwale

und Pottwale vor. Die vielfältigen Populationen sind u.a. bedingt durch das reiche Nahrungsvor-kommen in den Gewässern vor den kanarischen Inseln. Von den rund 80 Arten weltweit sind 26 in dieser Region zu sichten. M.E.E.R. e.V. arbeitet auf der Insel mit einem lokalen Whale Wat-ching Unternehmen zusammen, dessen Boote werden sowohl für touristische als auch für For-schungszwecke genutzt. Die Teil-nehmer der Touren beobachten nicht nur, sondern werden von Experten umfassend informiert. Global denken - lokal handeln, dieser Gedanke führte zu der Entwicklung des Projekts M.E.E.R. La Gomera, das touristisches Whale Watching mit wissen-schaftlicher Forschung und Öf-fentlichkeitsarbeit verbindet und ergänzt. 2001 wurde dieses Pro-jekt des Schöneberger Vereins mit der internationalen Umwelt-auszeichnung "Tourismus und Umwelt" des Deutschen Reise-büro- und Reiseveranstalterver-bandes geehrt und als herausra-gendes Beispiel für umweltver-träglichen Walbeobachtungstou-rismus gelobt.

Was vor der Küste von La Gome-ra Mensch und Tier ökologisch verträglich zusammenbringt, ge-rät andernorts leider teilweise völlig aus den Fugen. Der Le-bensraum von Walen und Del-finen wird durch unsensibles Massen-Sightseeing stark beein-trächtigt. Die Tiere werden durch die unablässigen akustischen und körperlichen Bedrohungen in ihrem natürlichen Lebens-rhythmus und -raum gestört und suchen sich gezwungenermaßen andere Regionen, die ihnen aber nicht immer ideale Lebensbedin-gungen bieten. Rückgang der Population durch Verdrängung ist die Folge. Verschmutzung, Überfischung und Erwärmung der Meere tun ihr übriges, nur daran kann der einzelne Tourist wenig bis gar nichts ändern. Aber eine Sensibilität für seine Aktivitäten kann und sollte er entwickeln, d.h. wo immer auf der Welt er Wale und Delfine beobachten möchte - er sollte sich über Einzelheiten der ange-botenen Touren informieren, zum Beispiel, ob es einen

Ver-haltenskodex für die Teilnehmer gibt und zwar nicht nur zu deren Schutz sondern auch, um den Lebensraum der Tiere so gering wie möglich zu beeinträchtigen. Es gibt Populationen, die sich über Besuch regelrecht zu freuen scheinen, wie zum Beispiel die Zügeldelfine, aber es verhält sich auch hier wie bei uns: es gibt ein "zuviel". Die Anzahl der Touren, Boote und Touristen ist ein Kri-terium für "sanftes" oder "un-sanftes" Whale Watching. Wird ein Unternehmen von einem Umweltschutzverein unterstützt oder ist Forschung integriert,

lässt das auf einen verantwor-tungsbewussten Anbieter schlie-ßen.

M.E.E.R. e.V. sendet von dem lo-kalen Projekt auf La Gomera weltweite Impulse für einen sen-siblen Umgang mit Whale Wat-ching. Seit drei Jahren ist Fabian Ritter Mitglied der deutschen Delegation beim Wissenschafts-ausschuss der IWC (Internatio-nale Walfangkommission). Die wissenschaftlichen Forschungen des Schöneberger Vereins wer-den in Fachzeitschriften veröf-fentlicht und auf internationalen

Konferenzen und Workshops präsentiert. Das aktuelle Projekt: Der Aufbau eines, fast aus-schließlich aus Spenden finan-zierten, Whale-Watching-Informa-tionszentrums auf La Gomera, das Touristen und Einheimischen Verständnis für und Einblicke in die Lebenswelt der eindrucksvol-len Meeresriesen vermittelt. Informationen bei Fabian Ritter Tel. 85 07 87 55, www.m-e-e-r.de Taschenbuch: "Wale beobach-ten", Autor Fabian Ritter, Conrad Stein Verlag

Rita Maikowski

Die sanfte Begegnung mit den Riesen

„Sanfter“ Tourismus, Beobachtung von Delfinen vor La Gomera Foto: Fabian Ritter

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Es war ein schöner Abend!

Einen schönen Abend hatten wir

unseren Lesern und Leserinnen versprochen, und es war ein schöner Abend! 12 Mitglieder unserer Redaktion hatten sich zusammengefunden und gaben einen Überblick über ihre Pro-duktion der letzten drei Jahre, denn mit der Lesung wurde auch das dreijährige Bestehen der Stadtteilzeitung gefeiert. So lange schreiben wir nun schon über das, was in unserem Kiez los ist. Eine reichhaltige Auswahl des Friedenauer und Schöneber-ger Lebens und Treibens haben

wir beschrieben und manches davon vorgelesen: wie Friedenau entstanden ist und wie seine Plätze, was sich in den Straßen des Kiezes abspielt, welche Menschen hier leben und lebten - bekannte und unbekannte, wie sie arbeiten und wie schwer das Leben für viele geworden ist, wie es vor 60 Jahren aussah und was damals geschah. Dazu wurden die schönsten Kiezbilder, aktuell und historisch, auf die Leinwand geworfen. Dieser kleine Rückblick auf unsere Arbeit war für uns eine große Freude und hat uns

-und unseren Gästen - viel Spaß gemacht: sie spendeten uns viel Beifall. Aber nichts wäre so ge-wesen, wie es war, wenn nicht Donato Plögert uns mit seinen Berliner Liedern begleitet und eines sogar als Uraufführung dar-geboten hätte! Er sorgte für die richtige Stimmung und wurde von den Zuhörern und Zuhörerinnen gefeiert. Und auch der Fußball-WM wurde gedacht und 3x2 Eintrittskarten für die Adidas-Arena von der Bundestagsabge-ordneten Mechthild Rawert ver-lost - rundum ein schöner Abend! Sigrid Wiegand

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Beim FC Internationale spielen Fußballer aus 30 Nationen Fortsetzung von Seite 1

Kolumne: Geschichten aus dem Kiez

Die Welt zu Haus in Schöneberg

Von Anfang an war es ein multi-kultureller Verein - die Spieler, Studenten zumeist, kamen aus 9 Nationen. "NO RACISM" stand auf den Trikots anstelle eines Werbespruchs. Fairness, Toleranz und die Absage an den Kommerz waren die geistige Basis -und natürlich die Leistung, denn man wollte am Ligabetrieb teil-nehmen.

Die 1. Mannschaft spielte mit er-staunlichem Erfolg. In anderthalb Jahrzehnten stieg sie fünfmal auf bis in die Landesliga. Dort konn-te sie sich 10 Jahre lang

behaup-ten. Erstaunlich ist das, weil Inter bis heute seine Spieler nicht be-zahlt. Fast alle Vereine in der Lan-desliga motivieren mit Geld - es gibt Ablöse- und Handgelder, Punkt- und Siegprämien und monatliche Zahlungen. Vor zwei Jahren stieg die Mann-schaft in die Bezirksliga ab. Mehr als die Hälfte der Spieler musste ersetzt werden. Neuer Trainer wurde ein ehemaliger Stürmer von Türkiyemspor, dem legendä-ren Kreuzberger Verein, der vor Jahren beinahe in die 2. Bundes-liga aufstieg: Erkan Celik. Er will

die Mannschaft zurückführen in die Landesliga und am liebsten weiter in die Verbandsliga. "Das sportliche Potenzial haben meine Spieler", sagt er. "Mit Disziplin und Teamgeist können wir es schaffen."

Knapp verfehlte die Mannschaft 2006 den Aufstieg. Zu Saisonbe-ginn gab es 5 Niederlagen in 6 Spielen. "Die Spieler mussten zusammenfinden. Wir haben lange Gespräche geführt", sagt Erkan Celik. Die Umbrüche nach dem Abstieg hatte die Mann-schaft noch nicht verdaut. Im

Laufe der Saison wurde aus den Spielern eine Mannschaft. Von den letzten 9 Spielen gewann sie 8. Zwei Punkte fehlten am Ende zum Aufstieg.

"Wer bei Inter spielt, dem ist eine nette Mannschaft wichtiger als Punktprämien", sagt Benny. Seit 10 Jahren gehört er zur Mannschaft und schwärmt vom multikulturellen Flair: "Bei uns lernt man ganz unterschiedliche Menschen kennen. Menschen aus anderen Milieus mit anderer Wellenlänge." Tayfun lobt den Mannschaftsgeist: "Wenn wir verlieren, suchen wir keinen Sündenbock. Wir verlieren ge-meinsam, wie wir gemeinsam siegen." Serdar, der Kapitän, kam vor 5 Jahren zu Inter, weil er sich über nicht gehaltene Ver-sprechen seines alten Vereins ärgerte. "Hier spielt man, weil es Spaß macht. Weil man sich wohl fühlt in der Mannschaft." Auf-steigen wollen die Spieler den-noch. Noch einmal Tayfun: "Man will gewinnen, wenn man Fuß-ball spielt." Und Erkan Önal, der Ko-Trainer: "Wenn man auf-steigt, weiß man, dass man alles richtig gemacht hat."

In Zukunft soll Nachwuchs aus

dem eigenen Verein die Mann-schaft verstärken. Erst vor 10 Jahren begann der Aufbau der Jugendmannschaften. Die Grün-dergeneration wollte damals ihren Kindern die Möglichkeit zum Kicken im eigenen Verein geben. Aus der Jugendarbeit wurde eine Erfolgsgeschichte. Die vorbildlichen Trainingskon-zepte, die Spaß, Gemeinschaft und soziales Lernen in den Vor-dergrund stellen, sprachen sich unter den Eltern herum. Heute gibt es 28 Jugendmannschaften, mehr als in jedem anderen Verein in Tempelhof-Schöneberg. Seit dem Jahr 2000 wuchs der Verein von 200 auf 700 Mitglieder, bald werden es 1000 sein.

Auch bei der Nachwuchsarbeit bleibt der Verein seinen Grund-sätzen treu: Fairness und Tole-ranz. Aus dem FC Internationale wurde ein multikulturelles Vor-zeigeprojekt. 30% der Mitglieder stammen aus Migrantenfamilien, mehr als 30 Nationen sind im Verein vertreten. Welche Mann-schaft auch immer am 9. Juli das Endspiel der Fußball-WM ge-winnt: Beim FC Inter wird es Landsleute des Weltmeisters ge-ben - und der ganze Verein wird sich mit ihnen freuen.

Michael Lang FC Internationale Berlin Postfach 620351, 10793 Berlin Internet: www.fc-internationale-berlin.de Telefon: 0170 / 207 39 38 Möchte zurück in die Landesliga: Die 1. Männermannschaft des FC Internationale Foto: FC Internationale

Sommer auf dem Markt

Der Rosmarin auf dem Balkon

entwickelt sich in diesem Jahr nur sehr zögerlich - der lange Winter hat ihm arg zugesetzt. Ich mochte ihn nicht der wenigen hoffnungsvollen Zweiglein berau-ben, die ich dringend für die Ros-marin-Kartöffelchen benötigte und besuchte am Samstag den Kräuterstand auf dem Markt am Breslauer Platz. Da gab `s nun Rosmarin in Hülle und Fülle, aber dabei blieb es natürlich nicht -bei frischen Kräutern gerate ich in Kaufrausch. Manchmal samm-le ich erst die Kräuter ein und überlege mir erst dann, was ich damit eigentlich alles anstellen könnte - aber ich schweife ab. Als ich nach dem Koriander griff, fragte mich die Kundin neben mir, was ich denn nun eigentlich damit machen würde? Na, zum Beispiel Tomatensalat würzen, oder Basmati-Reis, zusammen mit Curry und Zitrone. Aha. Mittlerweile hatte ich noch Cu-min, den südamerikanischen Kreuzkümmel entdeckt, eine Leidenschaft von mir (soll im

üb-rigen diesbezüglich auch sehr an-regend wirken, meinen die Süd-amerikaner) und nun überboten wir uns im Austausch der Ver-wendungsmöglichkeiten dieses vielfältigen Gewürzes. Ein weiterer Kunde, der uns schon einige Zeit etwas unruhig zuge-hört hatte, mischte sich jetzt ein. Was denn mit den heimischen Kräutern sei? Und dann präsen-tierte er uns sein Rezept der "Frankfurter grünen Sauce", mit Kräutern, die ich teilweise tat-sächlich nur dem Namen nach kannte, wie Liebstöckel oder Borretsch. Mittlerweile waren wir schon zu viert und wetteiferten mit der Preisgabe unserer Kü-chengeheimnisse. Es war so in-teressant, dass wir uns für "nach dem Markt" auf einen latte mac-ciato verabredeten. (Übrigens soll das Rezept der "Grünen Sauce" Goethes Mutter erfun-den haben...)

Am Samstag darauf fand die Kräuterrunde wieder mehr oder weniger zufällig auf dem Markt

zusammen - und jeder bedankte sich bei jedem für die tollen Tipps. Und natürlich hatten wir alle unseren Ehrgeiz bemüht und etwas neues aus der Kräuter-küche zu empfehlen.

Der Sommer könnte sich kulina-risch richtig spannend gestalten ...

Rita Maikowski

Kinder- & Babysitter

Service in Friedenau

856 032 96

tägl. bis 20 h, auch Sa+ So

Abbildung

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Referenzen

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